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Vaterschaftstest um die Frage der Fragen zu beantworten

Seit ich zehn Jahre alt bin, weis ich, dass der Mann mit dem ich aufgewachsen bin nicht mein Vater ist. Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mich nicht länger angelogen hat. Es ist schon ein seltsames Gefühl. Das Leben meiner Mutter war wohl sehr bewegt, bevor sie ihren jetzigen Ehemann kennengelernt und geheiratet hat. Er hat ihr sozusagen die Ruhe und Beständigkeit gegeben, die ihr immer gefehlt hat. So etwas sollte jeder mal im Leben haben, einen Partner, der ein Ruhepol für einen ist. Doch das Problem ist, dass sie mir bis heute von sich aus nicht sagen wollte, wer mein Vater ist. Es gab allerdings immer Gerüchte. Mich hat das in den Wahnsinn getrieben. Es hieß, meine Vater sei ein reicher Geschäftsmann, der seine eigene Familie hat und eine große Firma besitzt. Und selbst wenn dachte ich mir, er muss doch wissen, dass er noch ein weiteres Kind da draußen hat! Es war für mich unerklärlich, wie man so was nur abtun konnte und einfach verdrängen wollte. Ich klemmte mich allmählich dahinter, herauszubekommen, was an den Gerüchten wahr war.

Ich bestand auf den Vaterschaftstest

Ich hatte ja die paar wenigen Informationen, die mir zur Verfügung standen. Aber das war schon mal wenigstens etwas. Deshalb begab ich mich an die Arbeit und fuhr zu der Firma, in der ich meinen Vater vermutet hatte. Tatsächlich kam der Mann irgendwann raus und lief am Parkplatz zu seinem Auto. ich lief ganz aufgeregt auf ihn zu und sah ihn an. Ich blieb erst ganz still. Er fragte mich wer ich denn sei und ob er mir weiterhelfen könnte. Ich sagte dass das hoffe und erzählte ich wer ich bin und wer ich von ihm glaubte dass er es für mich sei. Um ehrlich zu sein, wir sahen uns ähnlich. Die Ähnlichkeit war unverkennbar. Er war geschockt, dass sah ich ihm an. Ich sagte ihm, dass ich es endlich herausfinden möchte und seit meiner Kindheit unter der Situation leiden würde. Ich merkte, dass er kaum in der Lage war zu kontern. Er schickte mich auch überraschenderweise nicht weg.

Die Wahrheit kommt irgendwann raus

Ich begann direkt mit dem, was mir auf dem Herzen lag. Ich sagte, dass ich einen Vaterschaftstest wolle, um ein für alle mal Klarheit in meinem Leben schaffen zu können. Er war wie versteinert und konnte seine Blicke kaum von mir abwenden. Es war schon eine sehr anstrengende und ermüdende Situation. Doch er sagte nicht nein. Das war alles was ich wollte und mein Eindruck war durchwachsen. Nun bin ich auch schon zwanzig Jahre alt und sehe meinen potentiellen Vater zum ersten Mal.

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